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Acker 4
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Unter der Thematik Ernährung der Zukunft (Baustein Umwelt & Natur) und nachhaltige Raumnutzung / Ernährungssicherung (Erdkundeoberstufenkurs) haben Schülerinnen und Schüler aus Jahrgang 5-7 und Jahrgang 12 gemeinsam einen Tag auf dem Acker verbracht.

„Hast du keine Lust mehr auf Gemüse in Plastik aus dem Supermarkt, das schon lange Transportwege hinter sich hat?“ „Hast du Lust, Landwirtschaft in unserer Region ökologisch und solidarisch zu erleben und den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten?“ Viele dieser Fragestellungen haben Schülerinnen und Schüler dazu bewegt, das Konzept der „Solidarischen Landwirtschaft (Solawi)“ als eine Alternative zu konventioneller Landwirtschaft kennenzulernen.

Die Schülerinnen und Schüler fassten ihre Erwartungen an den Exkursionstag zusammen: „Wir wollen arbeiten, wir wollen säen, pflanzen und ernten und wir wollen die Vor- und Nachteile von ökologischer Landwirtschaft verstehen und dabei den Arbeitsalltag und die Visionen des Landwirts bzw. Gärtners kennenlernen“. Die Motivation und Vorfreude der beiden Schülergruppen waren groß.

Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler verschiedene Aspekte der Solawi erarbeitet. „Pflanzen und das geerntete Gemüse haben keinen Preis.“ So erläutert Gärtner Martin Ingelmann den Grundgedanken des Konzepts. Mehrere Privathaushalte, die sogenannten Ernteteiler, tragen die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs / Gärtnerei. Dafür erhalten sie im Gegenzug wöchentlich den Ernteertrag.

Somit werden die Lebensmittel in einem eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf vertrieben, nicht mehr über den offenen Markt. Solidarische Landwirtschaft stellt regionale Biolebensmittel saisonal zur Verfügung, sichert die Existenz der Menschen, die dort arbeiten und leistet somit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.

Ausgestattet mit theoretischen Grundlagen zur Solawi und vielen Fragen fuhren wir am 15. April 2026 mit dem Zug nach Hannover in den Stadtrandgarten der Naturgärtnerei Ingelmann. Die Gärtnerei arbeitet seit 1998 nach den Prinzipien der solidarischen Landwirtschaft.

Zunächst ging es für alle auf den Treckeranhänger und eine Rundfahrt durch den 7 ha großen Garten stand an. In Kleingruppen ging es anschließend, angeleitet durch Gärtnerinnen und Gärtner, aufs Feld. Mit vollem Einsatz bepflanzten die Schülerinnen und Schüler ein Feld mit Weiden fürs spätere Korbflechten, misteten die Hühner, rupften meterhohes Unkraut. Außerdem düngten sie die Beete mit Kompost, ernteten Salat und Gemüse und bereiteten einen Gemüseeintopf vor.

Durch den regelmäßigen Transport des anfallenden Unkrauts mit Schubkarren zu den Hühnern erfuhren die Schülerinnen und Schüler beispielhaft den natürlichen Stoffkreislauf der ökologischen Landwirtschaft.

Sichtlich begeistert und stolz hatten sie bereits nach drei Stunden drei lange Reihen Weiden gepflanzt und viele Schubkarren Kompost ausgebracht und Gemüsepflanzen von Unkraut befreit. Den Salat und die Gemüsesuppe ließen sich alle nach getaner Arbeit schmecken. Anschließend konnten wir Herrn Ingelmann noch viele Fragen stellen.

Am Ende des Tages fassten alle Schülerinnen und Schülern ihre Erfahrungen dieser Tage in der Gärtnerei zusammen:

  • „Das macht so viel Spaß, ist endlich mal etwas Praktisches und ich komme der Umwelt näher.“
  • „Es ist aber auf Dauer auch sehr anstrengend und zeitaufwändig. Es steckt so viel harte Arbeit hinter guten Lebensmitteln. All dies wird uns als Konsumenten sonst nicht vor Augen geführt. Ich werde nun sorgfältiger mit Lebensmitteln umgehen.“
  • „Wir sollten uns mit unserer Ernährung und ihrer Herkunft besser auskennen und Lebensmittel mehr wertschätzen.“
  • „Mit den Großen zusammenzuarbeiten ist so cool!!
  • „Hier auf dem Feld zu sein und mit den Händen zu arbeiten ist wie Therapie nach all den langen Klausuren. Hier sollten wir öfter hin.“

 (Frau Bader)

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